Menschliche Sicherheit

Diese Sicherheits-Artikel enthalten viel Gerede über Verschlüsselung. Schlussendlich ist jedoch die gesamte zauberhafte Krypto-Magie komplett sinnlos, wenn du unsicheres Benehmen an den Tag legst. Mit ein paar einfachen Praktiken kannst du deine Sicherheit enorm steigen.

Rette die Welt mit besseren Passwörtern

Weil Passwörter meistens der Schwachpunkt aller Sicherheitsmaßnahmen sind, die auf solchen basieren, sind bessere Passwörter der erste Schritt in Richtung höhere Sicherheit. Was du vermeiden solltest:

  • Wähle keine Begriffe aus dem Wörterbuch! Die meisten Passwörter sind leicht zu knacken, weil es einfache Variationen von Begriffen aus dem Wörterbuch sind. In den Sprachen der Menschheit gibt es einfach nicht sehr viele Wörter – daher ist es nicht schwierig, sie alle durchzuprobieren. Das gilt genauso für Wörter, bei denen einzelne Buchstaben durch Ziffern ersetzt wurden. Zum Beispiel ist “L13BE” nicht viel schwerer zu knacken als “LIEBE”.
  • Benutze nicht das gleiche Passwort für verschiedene Konten! (Hier könnten noch Infos zu Passwort-Managern stehen). Es kann sicherer sein, deine Passwörter an einem sicheren Ort aufzuschreiben, als überall das gleiche zu benutzen.
  • Vergiss nicht, dein Passwort regelmäßig zu ändern! Du solltest dein Passwort mindestens einmal im Jahr ändern.
  • Verrate niemandem dein Passwort – schon gar nicht, wenn dich wer danach fragt!

Wie erstelle ich also ein Passwort, das sicher und gleichzeitig leicht zu merken ist? Das ist gar nicht so einfach! Der Ausgangspunkt ist grundsätzlich eine Reihe von Begriffen, die du dir gut merken kannst. Diese veränderst du zu “Nicht-Wörtern” und fügst ein paar Großbuchstaben und Symbole hinzu. Hier einige Ideen:

  • Auch wenn du keine einzelnen Begriffe aus dem Wörterbuch nehmen solltest, können mehrere zusammengefügte Begriffe ein super Passwort machen, zum Beispiel: “7apFelregEn”
  • Oder mische Wörter aus verschiedenen Sprachen, wie “grün!trEe”.
  • Schaffe ein unsinniges “Akronym” aus den Anfangsbuchstaben eines Satzes, den du dir gut merken kannst. Zum Beispiel kanst du aus “The Revolution Will Not Be Televised” “trwNbt” oder noch besser “trwNbt!4” machen.

Häufiger Betrug im Internet

Halte deine Software auf dem neuesten Stand

Muss noch geschrieben werden.

Vorsicht bei gemeinsam genutzten Computern

Logout: Denke daran, dich immer abzumelden, wenn du den Webmailer verwendest. Das ist sehr wichtig und sehr einfach. Es ist besonders wichtig, wenn du einen öffentlichen Computer verwendest. Lasse dein Computer nicht ungesperrt und unbeaufsichtigt stehen.

Vermeide öffentliche Computer: Das könnte schwierig sein. Wenn du öffentliche Computer verwendest, überlege dir, ob du deine Passwörter häufiger wechselst oder verwende den virtuelle Tastatur Link (solltest du den Webmailer von riseup.net verwenden).

Erstellt verschiedene Benutzern mit unterschiedlichen Einstellungen, wenn du einen gemeinsamen Computer mit deinen Freunden verwendest. Außerdem solltest du dich immer ausloggen oder den Computer sperren, wenn du ihn gerade nicht benutzt.

Spüre die Liebe von freier Software

Warum solltest du lieber GNU/Linux anstatt Windows oder Mac OS verwenden? Es gibt verschiedene Gründe, einer der größten ist, dass sie durch die vielen Viren, Trojaner, Hintertüren, Sicherheitslücken, gezielter Regierungsangriffe und anderer Exploits über die Jahre nicht mehr vertrauenswürdig sind. Das gilt besonders, weil dir keine Möglichkeit gelassen wird, unter die Haube zu schauen um zu sehen, ob das was die Betriebsysteme machen, auch in Ordnung ist. Die Software ist proprietär und Closed-Source, das bedeutet, dass du deine privaten Informationen Unternehmen anvertraust, deren einziger Fokus der Profit ist, nicht die Sicherheit deiner persönlichen Daten und du hast keine Chance die Methoden des Unternehmens zu überprüfen.

OS X leidet an den selben Problemen, an denen auch Windows leidet. Obwohl es auf Unix – von dem auch Linux abstammt – basiert, sind große Teile des Betriebsystems nicht Open Source und damit auch nicht für eine Prüfung durch andere zugänglich. Die erhöhte Popularität resultierte in einer Reihe von Viren und Sicherheitslücken (es sind aber immer noch deutlich weniger als bei Windows). Apples autoritaristische Firmen Kultur zeigt sich auch in der Struktur des Betriebsystems. OS X verfügt über ein eingebautes „Feature“, das eine Aktivierung der Webcam von einem anderen Computer aus erlaubt; eine solche Funktion wurde unabhängig vom Betriebsystem schon mehrmals für andere Zwecke missbraucht.

GNU/Linux setzt sich hauptsächlich aus Software zusammen, deren Quelltexte von jedermann betrachtet und überprüft werden können. Diese Programme wurden von über Jahre hinweg von eine großen Gruppe verschiedenster Menschen geschrieben. In der Geschichte von Linux gibt es nur wenige Viren und Sicherheitslücken. Linux ist zudem ein sehr leicht bedienbares Betriebsystem, das viel alte Hardware unterstützt und damit Sicherheit für eine große Anzahl von Anwendern verfügbar macht.